Die Rathaus Mafia von Potsdam

Wenn man persönlich vor einer neuen Aufgabe steht oder ein Problem lösen muss, ist man oft gut beraten, sich ein Blatt Papier zu nehmen und das Pro & Contra aufzulisten. Danach kann man in der Regel besser abwägen und eine vernünftige Entscheidung treffen.

maut_nein_dankeGenau dies, ist im Potsdamer Rathaus offensichtlich nicht erfolgt und falls doch, hat man sich das Pro schön geredet und sich in die Tasche gelogen. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was positiv an der Übernachtungssteuer ist, nicht einmal die geschätzten 800 T€ Einnahmen , denn die werden der Stadt vermutlich noch sehr teuer kommen, denn wie im Artikel schon erwähnt, wird das Sponsoring wohl stark zurück gehen und es ist ziemlich sicher, dass es eine Auseinandersetzung vor den Gerichten geben wird.

Man muss sich das schon mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Potsdamer SPD, die Potsdamer LINKE und die Potsdamer Grünen – allesamt Parteien, die angeblich das Wohl des Bürgers im Blick haben – initiierten diese Übernachtungssteuer, aber treffen wird die Steuer nur die, die als Gast nach Potsdam kommen und hier Quartier nehmen müssen, weil sie lernen, lehren, studieren, sich bewerben, eine Wohnung suchen, Verwandte besuchen oder Potsdam als Tourist besuchen.

Es trifft die Bewerber der Fachschulen, es trifft den Doktoranden aus Ägypten, die Wissenschaftler aus Indien, China, Pakistan die vom GfZ eingeladen wurden, es trifft die Schüler der Handwerkskammer Potsdam und alle anderen Schüler der überbetrieblichen Ausbildungsstätten in Potsdam, es trifft die Praktikanten am Hasso-Plattner-Institut, es trifft die Konferenzteilnehmer der Universität Potsdam – es trifft fast alle die nicht aus touristischen Gründen in Potsdam übernachten aber sie müssen zahlen, weil sie eben KEIN Dienstreiseauftrag bei sich führen.

Und die Touristen? Na die müssen sowieso zahlen. Eine Stadt die fast nur vom Tourismus lebt, und wenn sie nicht die Schlösser & Gärten hätte ungefähr auf dem Stand von Senftenberg wäre. Hier in Potsdam schmeißt man dem Beherbergungsgewerbe mal eben die fetten Bettensteuerknüppel zwischen die Beine und sieht belustigt zu, wie der eine oder andere ins stolpern kommt.

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