Potsdam laut Studie nur Mittelmaß?


Wo ist Deutschland am besten? Wer Potsdam besucht, könnte meinen: Hier! Wunderbare Schlösser und Parkanlagen, die Zahl der Einwohner nimmt ständig zu. Die Frage nach dem besten Ort in Deutschland stellte sich jüngst auch das Polit-Magazin „Focus“: Potsdam landete aber nur auf Platz 200 von 402 Regionen.

Quelle: Potsdam laut Studie nur Mittelmaß / Potsdam / Lokales – MAZ – Märkische Allgemeine.

Kommentar:
Sicher ist, es gibt in Deutschland nicht viele Städte, die über eine derart schöne Kulturlandschaft verfügen wie Potsdam. Eine Stadt, die mehr Fläche mit Parks besitzt als die Innenstadt groß ist, einer Stadt mit mehr Schlössern als Stadtteilen, einer Stadt die in sanften Hügeln liegt und wo Havel und Nuthe bezaubernde Uferlandschaften zeichnen. Eine Stadt, die durch Friedrich II geprägt wurde, wie keine andere und in der sich die Kultur Europas, in vielen Gebäuden und Stadtteilen dieser Stadt wieder findet und ihren Reiz ausmacht

Nur reicht das? Natürlich nicht!
Damit diese Stadt funktioniert, braucht es Wohlstand (für alle Potsdamer), günstige Lebenshaltungskosten, gute Jobangebote, funktionierende Verkehrssysteme, einen guten ÖPNV, ausreichend kulturelle Angebote, gute Schulen und Kindereinrichtungen und natürlich auch eine gut funktionierende Administration.

Und spätestens hier weiß jeder wo es klemmt!
Günstige Lebenshaltungskosten? Fehlanzeige! Die Potsdamer Stadtwerke haben im Deutschlandvergleich die höchsten Preise. Die Mieten befinden sich auf höchstem Niveau.

Kultur? Ja – Potsdam bemüht sich, wir haben ein Theater und die Schiffbauergasse, wir haben Kinos und eine gute Restaurantlandschaft (zumindest in der Innenstadt) aber besser geht immer…

Funktionierende Verkehrssystem? Fehlanzeige! Sicher, Potsdam hat eine schwierige Insellage aber die haben viele andere Städte auch. Da muss man eben Brücken oder Tunnels bauen. Man muss das Verkehrssystem dem 21. Jahrhundert anpassen und nicht dem barocken Charme von Pferdekutschen.

Gute Jobangebote? Wie soll das gehen? Potsdam ist eine Stadt der Verwaltung und der Wissenschaft. Aber wo sind die äußerst wichtigen Produktionsbetriebe, wo die Hightech Unternehmen, wo die starken Handelshäuser? Nur diese Unternehmen lassen in der Stadt auch Gewerbesteuer und schaffen Arbeitsplätze wo auch das Geld verdient wird.

Ausreichend gute Schulen? Fehlanzeige! Aktueller geht’s ja nun auch nicht mehr. Sie fehlen und die Stadt (Jakobs & Genossen – sprich Rathauskoalition) hat jahrelang gepennt und Ihre Aufgaben nicht erledigt.
Und damit sind wir auch schon bei der Administration. Eine Verwaltung, die lt. Haushaltsplan sage und schreibe rund 30% der Einnahmen selbst verbraucht und die restlichen 70% offensichtlich verplempert – z.B. für die Schlösserstiftung, die die Stadt um jährlich 1 Mio. Euro erpresst haben. Am Ende reicht es nicht mal um einerseits Straßen notdürftig zu flicken hat aber andererseits Millionen übrig um die Breite Straße – völlig ohne Not – „umzugestalten“.

Der Fisch stinkt am Kopf zuerst!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s