Schlagwort-Archive: Sanssouci

Der Parkeintritt muss frei bleiben

Sascha Krämer über die Debatte um Eintritt für den Park Sanssouci
Die Parks in Potsdam sind ein öffentliches Gut, das allen zugute kommen muss. Sie müssen der Allgemeinheit für eine öffentliche, verantwortungsvolle und kostenlose Nutzung zugänglich bleiben. Der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten spekuliert nun über einen Eintritt für den Park Sanssouci. Doch ein Eintrittsgeld lehnt die LINKE kategorisch ab.Der Park – nicht die darin befindlichen Schlösser und Museen – hat eine wichtige Transit- und vor allem Erholungsfunktion. Er lädt Jung und Alt zum Entspannen und zum Genießen ein. Er ist ein Teil Potsdams. Darum muss der Eintritt frei bleiben! Der Anspruch der Stiftung, »die Kulturgüter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen«, wird mit einem Eintrittsgeld untergraben. Generaldirektor Hartmut Dorgerloh sollte akzeptieren, dass sich die Mehrheit der Potsdamer Stadtverordneten für einen freien Parkeintritt entschieden hat.

Es muss hier auch erwähnt werden, dass der Bürger bereits für den Erhalt und die Pflege der Parks bezahlt. Damit die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ihre Aufgabe erfüllen kann, die Kulturgüter zu pflegen und zu bewahren, sie wissenschaftlich auszuwerten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erhält sie vom Bund und von den Ländern Berlin und Brandenburg jährlich Steuermittel im Gesamtvolumen von 32,2 Millionen Euro. Davon finanzieren der Bund 13,9 Millionen Euro, Brandenburg 11,7 Millionen Euro und Berlin 6,6 Millionen Euro.

03.01.2014: Der Parkeintritt muss frei bleiben neues-deutschland.de.

Bettensteuer in Potsdam erst mal vom Tisch

Am Mittwoch tagte das Stadtparlament und machte seinem Namen alle Ehre. Für die Bettensteuer gab es 17 Ja- und 23 Nein-Stimmen. Für die Tourismusabgabe stimmten sogar nur acht Stadtverordnete. Die Bettensteuer wäre ausschließlich von den Hoteliers zu entrichten gewesen. An der Tourismusabgabe hätten sich alle beteiligen müssen, die am Tourismus verdienen. Nun “droht Potsdam der Parkeintritt für Sanssouci” schreibt die MAZ

Schloss Sanssouci mit anderen Augen

Schloss Sanssouci mit anderen Augen

Der Parkeintritt ist jedoch nur ein Druckmittel für die Schlösserstiftung SPSG und deren GF Dogerloh aber völliger Quatsch?

Die läppische Million kann Dogerloh im Schlaf einnehmen – er muss nur wollen!!

Und irgendwie haben manche auch Probleme mit der Mathematik oder hält man uns alle für blöd?

Wenn also der Parkeintritt 2 Euro kosten soll, dann sind das bei 3,5 Millionen Besuchern doch wohl 7 Millionen Euro. Will mir denn jemand erzählen, dass es 6 Millionen Euro Kosten verursacht um eine Million einzunehmen? Wenn das aber so sein soll bewerbe ich mich gerne für diesen Job.

Also 2 Euro sind eigentlich Quatsch. Tatsächlich kann Dogerloh aber ganz nebenbei eine Million zusätzlich einnehmen, wenn jährlich 600.000 Besucher die Schlösser Sanssouci und Neues Palais besuchen, muss man nur die Eintrittspreise leicht anheben – das war’s. Alles ist vorhanden was es an Infrastruktur braucht und wenn man die freiwilligen Parkeintrittsautomaten umfunktioniert zu Fotoerlaubnis*-Automaten kommt schnell die zweite Million zusammen – so macht man das Herr Dogerloh – gern geschehen !

* setzt Erweiterung der Fotoerlaubnis auf Außenanlagen und Schlösser voraus
Gültig für einen Tag in allen Schlössern und Außenanlagen
Nur für private Nutzung. Nicht zur Veröffentlichung.
Innerhalb der Schlösser ohne Blitz, ohne Stativ.

Gegen Bettensteuer und Tourismusabgabe

Gegen Bettensteuer und Tourismusabgabe in Potsdam

Gegen Bettensteuer und Tourismusabgabe in Potsdam

Oberbürgermeister Jakobs hat die Stadt Potsdam, mit der pauschalen Zusage an die SPSG, jährlich 1 Mio. Euro Zuschuss für die Pflege des Park Sanssouci zu zahlen, in eine schlimme Situation gebracht.
Die Stadtverordneten müssen in Kürze darüber abstimmen, ob in unserer Stadt eine Bettensteuer oder eine Tourismusabgabe eingeführt wird, damit diese Finanzierungslücke wieder geschlossen wird.
Aber – wenn man Geld für die Pflege von Sanssouci braucht, muss man es auch in Sanssouci einnehmen.
Das ist auch ohne Parkeintritt kein Problem!
Bei jährlich 600.000 Besuchern nur im „Schloss Sanssouci“ und im „Neuen Palais“ wäre eine moderate Preiserhöhung um 2 Euro geeignet, die  1 Mio. Euro, die die Stadt jetzt an die SPSG bezahlt, zu kompensieren und es trifft dann ausschließlich die Touristen, die die Parkanlage besuchen und direkte Nutznießer der Parks sind. Auch eine kostenpflichtige Fotoerlaubnis, freiwilliger  Parkeintritt, Tombola u.v.a.m. sind geeignet, damit die SPSG zusätzliche Mittel für die Parkpflege einnehmen kann.
Das wäre gerecht – das verstehen die Bürger und Besucher und darauf kommt es an!
Die geplante Bettensteuer und auch die Tourismusabgabe träfen die Falschen!
Die Bettensteuer zahlen ausschließlich nur die Touristen, die in Potsdam übernachten und die Tourismusabgabe hauptsächlich die Potsdamer Bürger, weil sie das ganze Jahr in dieser Stadt einkaufen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Die Bettensteuer ist dabei aber noch die ungerechteste Form, sie schadet dem Tourismus in dieser Stadt und mündet in eine Erdrosselungssteuer (siehe Potsdamer Amselsteuer von 1844).
Die Bettensteuer träfe ausschließlich Potsdamer Übernachtungsgäste mit touristischem Hintergrund, denn klar ist jetzt schon mit aktueller Rechtsprechung, dass beruflich bedingte Übernachtungen nicht besteuert werden dürfen. Diese Übernachtungsgäste müssen sozusagen für die große Mehrheit der Tagestouristen mit bezahlen. Finden Sie das gerecht?
Stimmen Sie deshalb nicht für die Bettensteuer und auch nicht für die Tourismusabgabe.
Fordern Sie den OB Jakobs auf, den Vertrag mit der SPSG aufzukündigen oder neu zu verhandeln und fordern Sie die SPSG auf, endlich selbst für die benötigten Mittel aktiv zu werden. Das Potenzial ist dort vorhanden und die Infrastruktur zur Umsetzung auch.